KALTHAUS-ZIMMERBONSAI - Bonsai Centrum Hannover

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KALTHAUS-ZIMMERBONSAI

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WAS IST BONSAI?
Bonsai heißt: Baum im Topf. Bonsai sind keine Zuchtformen, sondern normale Gehölze, die nicht genetisch verändert wurden. In einer flachen Bonsaischale wird ein gewisser Zwergwuchs erzielt; durch ein gezieltes und regelmäßiges Schneiden kann ich das Wachstum begrenzen, lenken und sie buschiger machen. Mit Hilfe des Drahtens werden besondere Formen herausgearbeitet.

WELCHER STANDORT?
Abhängig von der geografischen Herkunft einer Pflanze                                               
und ihren damit verbundenen Klimaansprüchen lassen
sich folgende Gruppen von Bonsai unterscheiden:
- tropische, wohnraumtaugliche Zimmerbonsai
- subtropische, nur eingeschränkt zimmertaugliche und
- reine Freilandbonsai


SUBTROPISCHE "INDOORS" SIND DURCHWEG
NICHT WOHNRAUMGEEIGNET!!!

Dazu zählen:
  • Buxus harlandii            Chines. Buchsbaum                                                                   
  • Coprosma kirkii           Coprosma
  • Correa reflexa             Glockenbaum
  • Eugenia paniculata        Kirschmyrte                                                                                       
  • Fraxinus formosanum    Chines. Esche
  • Ligustrum ovalifoilium   Chines. Liguster
  • Loropetalum chinense    Riemenblume
  • Olea europaea              Olivenbaum                                       
  • Pistacia lentiscus          Pistazienbaum                                
  • Plectranthus ernestii      Weihrauch                                   
  • Podocarpus                  Steineibe                                     
  • Punica granatum           Granatapfelbaum
  • Sageretia thea              Falscher Tee
  • Serissa                        Baum d. 1000 Sterne, Junischnee
  • Ulmus parvifolia            Chinesische Ulme (selten!)
  • Zanthoxylum piperitum  Gelbholzbaum, Pfefferbaum
  • Zelkova sinica              Chines.Zelkove (oft fälschlich:
  •                                   Chinesische Ulme genannt)      

SUBTROPISCHE "INDOORS", gärtnerisch auch "Kalthauspflanzen" genannt - müssen in der frostfreien Zeit im Freien stehen und nur bei Frost zur Überwinterung in einen wirklich kalten Raum geholt werden, weil sie ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis haben. Es handelt sich bei diesen Pflanzen zum Teil um sehr robuste, hartlaubige mediterrane Arten, andere kommen aus klimatisch etwas luftfeuchteren Regionen Asiens, wo es eher feuchtwarme Sommer und milde, mehr oder weniger frostfreie Winter gibt.

IM SOMMER IDEAL IM GARTEN!
Der ideale Platz für solche Bonsai ist vom Frühling bis zum Beginn des Winters ein etwas windgeschützter im Garten, weil hier Licht, Luftfeuchtigkeit und –zirkulation optimal sind und deshalb auch beste Ergebnisse bei Pflege und Gestaltung erzielt werden können. Generell vertragen im Garten alle Bonsaigehölze ungeschützt viel Sonneneinstrahlung; viele von ihnen (die meisten Koniferen und hartlaubigen Laubbäume) brauchen sogar direkte Sonne für ein gesundes Wachstum und einen kompakten Bonsaiwuchs mit kleinen Blättern. Laubgehölze mit dünnen Blättern bevorzugen in den heißen Hochsommerwochen (aber wirklich nur dann)   etwas Schutz vor direkter Sonne in den Mittagsstunden, also z.B. den Halbschatten eines Baumes oder auch den Schatten eines Gebäudes.

DIE PRÄSENTATION
der Bonsai im Garten kann je nach Gegebenheit auf einem Gartentisch oder Baumstumpf, auf einem Holzbohlengestell oder sogar in einer aus Erde, Bambus, Felsen und kleinen Steinplatten arrangierten Hügellandschaft erfolgen. Direkt auf den Rasen oder ins Beet gestellt wirken die kleinen Bäume nicht gut und die Wasserabzugslöcher stehen nicht ganz frei.

BALKON UND TERRASSE
sind als Standort für Bonsai in den heißen Monaten nicht ganz so gut wie ein Garten geeignet: der größte Nachteil ist die fehlende Luftfeuchtigkeit im Sommer. Wände und Boden bestehen aus Stein, der Niederschläge in Form von Tau oder Regen nicht lange speichert und dann in den heißen Stunden wieder abgibt (wie Gartenerde oder Rasen das tun). Stattdessen nimmt der Stein die Sonnenhitze auf und schafft so bis in die Nacht ein echtes Wüstenklima. Dünnblättrige Gehölze haben deshalb unter so ungünstigen Bedingungen im Hochsommer braune Blattränder, wachsen kaum noch und leiden eventuell unter Spinnmilben. Etwas Abhilfe: Halbschatten (Schattiernetz spannen!), Fußboden nass machen und morgendliches und abendliches Besprühen der Blattunterseiten mit weichem Wasser.

ÜBERWINTERUNG   
Optimal bis zu den ersten Nachtfrösten draußen, in milden Wintern an geschützten Standorten manche auch danach (Chines. Ulmen, Olivenbäume, bis ca. -6 Grad). Im  Herbst im Haus dann gleich einmal mit einem paraffinölhaltigen Pflanzenschutzmittel spritzen; bei  den dünnblättrigen  das tägliche Besprühen mit Wasser fortsetzen! Drinnen ist der kühlste, hellste und luftigste Platz der beste (ca.5-15 Grad, mit Nachtabsenkungen). Je wärmer es ist, desto mehr Licht brauchen Pflanzen. Das wenige Licht reicht ihnen jetzt oft kaum zum Überleben, geschweige denn zum Wachsen. Zu hohe Temperaturen zwingen die eigentlich schlafenden Bonsai dazu, stakselige Triebe zu bilden, die dann doch weggeschnitten werden müssen und führen zu Schwäche und Schädlingsbefall. Achtung: Kalthaus-Bonsai sollten im April bei mildem Wetter schon wieder rausgebracht, bei Spätfrösten aber noch mal reingeholt werden.

UNSERE BONSAIERDE
wird nach japanischem Vorbild und eigenem Rezept aus Eifellava, Zeolith (ebenfalls vulkanischen Ursprungs) und nur mit einem geringen Torfanteil angemischt. Dieses grobkörnige Substrat ist anderen, industriell produzierten sogenannten Bonsaierden hoch überlegen, weil es über Jahre das Gießwasser auch bei trockenem Boden gut annimmt, durch eine perfekte Durchlüftung die Wurzelbildung fördert und Staunässe kaum zulässt. Nicht zuletzt sieht die Erde gut aus; sie ist im feuchten Zustand dunkel und verrät uns, dass es wieder Zeit zum Gießen ist, wenn sie gerade überall etwas heller geworden ist.

GIESSEN
Sie möglichst immer erst dann, wenn es wirklich nötig ist, aber nicht viel später. Lassen Sie den Boden niemals (!) ganz austrocknen! Zum Gießen ideal geeignet sind Ballbrausen aus Gummi mit einem Metallbrausenkopf, deren feiner Regen den Boden leicht benetzt und ihn nicht wegspült (gibt es bei uns in zwei Größen). Überbrausen Sie damit die ganze Erdoberfläche mehrfach und solange, bis überschüssiges Wasser abläuft. Sprühflaschen sind zum Gießen (außer für Minitöpfe) kaum geeignet. Bonsai brauchen bei warmer, trockener Luft eventuell alle ein bis zwei Tage reichlich Wasser, bei kühler und feuchter Luft auch mal deutlich seltener.

BONSAIDÜNGER
für Kalthauspflanzen sollte nicht aus Flüssigdünger bestehen, weil der draussen von starken Regenfällen schnell ausgewaschen wird. "BIOGOLD"-Langzeitdüngetabletten aus Japan geben bei jedem Überbrausen und bei jedem Regen Nährstoffe ab und wirken etwa zwei Monate. Ende Februar, Ende April und noch einmal Ende Juni wird pro cm Topfdurchmesser eine Düngetablette aufgelegt (z.B.: Topfgröße 20 x 30 cm: etwa 25 Tabletten). Nicht düngen, solange die Bonsai wegen großer Sommerhitze oder einer Schwächung (Umtopfen, Trockenschaden oder Blattschnitt) eine Wachstumspause eingelegt haben!

sonstige Pflege der Kalthauspflanzen: siehe tropische





 
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